Du bist nur einmal jung – Ein Appell an mich selbst (Jahresvorsatz N°1)

Nun, in zwei Tagen ist das Jahr 2018 vorbei. Für mich war es eins der aufschlussreichsten Jahre. Man sagt, man entwickelt sich zwischen dem zwanzigsten und dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr am Meisten – ich könnte das bejahen.

Ich kann mich noch daran erinnern, wie unzufrieden ich im Jahr 2017 war und dass ich mir täglich sagte, dass 2018 “mein” Jahr werden sollte. Das Schöne an dieser Geschichte ist, dass sie wahr wurde. Das letzte Jahr war definitiv “mein” Jahr.

Ich fand so viel über meine Persönlichkeit heraus, änderte mein Leben komplett und es passierten so viele gute Dinge, dass ich niemandem jemals mit Worten beschreiben könnte, wie sich Glück wirklich für mich angefühlt hat.

Das Jahr 2017 war das erste Jahr, das ich wieder zu Hause verbracht hatte – In Deutschland. Ich vermisste die spanischen Strände, die französischen Cafés und das wunderbare Wetter. Mein Körper sehnte sich nach Vitamin D und obwohl ich meinen Freund Ende 2016 kennen lernte und in einer glücklichen Beziehung war, versank ich in schlimmen Depressionen.

Ich fing eine Ausbildung an, die ich hasste, hatte Freunde, die keine waren und wohnte in einem neuen Ort, in dem mich niemand leiden konnte, weil ich die Komische war, die andere Werte und Vorstellungen vom Leben hatte.

Mit 21 schon heiraten und Kinder haben? Never. Hausbau? Wenn überhaupt dann irgendwo an der Côte d’Azur mit 50 oder so.

Ich schweife kurz ab:

“Was hast du denn für Vorstellungen?” Tja, vor ein paar Jahren, vier oder fünf, da schrieb ich eine Liste mit 100 Dingen, die ich gerne bis an mein Lebensende gemacht haben möchte. Ein Punkt war besonders unrealistisch für mich. Damals dachte ich mir “wird eh nie passieren” und dieser Punkt war die Europareise, die drei, vier Jahre später wahr wurde. Und es war keine Gewöhnliche, es war besser und wichtiger, als alles, was mir im Leben bisher passierte. Mit acht Euro in der Tasche ging es los und pleite kam ich Monate später zurück. Für mich der beste Beweis, dass kein Geld notwendig ist, um glücklich zu sein.

Wieder zurück zum Thema:

Kurz gesagt, 2017 war scheiße, so nach dem tollen 2016. Aber ich fing an, mir Gedanken zu machen über das Wieso. 

Und so wurde 2018 ein Jahr der Selbstreflexion und des Wandels. Ich bewarb mich an einer Schule, an der ich mein Abi nachholen wollte; schmiss meinen Job, flog mit meinem Freund in den Urlaub, kündigte die Freundschaft mit einer sehr toxischen Person, fand mehr Bezug zu meinen mittlerweile besten Freunden, ging feiern, verreiste erneut ans Meer, ging Campen, legte mir mit meinem Freund einen Hund zu, ging mit dem Hund campen, ging mittelalterlich Campen, beobachtete Sonnenuntergänge, Sonnenaufgänge, trank Alkohol, rauchte Zigarre, lief 10km durch den Wald, ging joggen, ging schwimmen – in Seen mitten in der Natur, ging fast jeden Tag Eis essen und sobald es kälter wurde, wurden es Waffeln, tanzte bis morgens um sechs, lernte tolle neue Leute kennen and so on.

2018 war gut zu mir, und so will ich 2019 begrüßen.

Es stimmt, was die Alten sagen: Man ist nur einmal jung.

So jung wie in diesem Moment wirst du nicht nochmal sein.

Meine Vorsätze für 2019?

Viel lernen und viel leben. Tun, was ich will, sagen was ich will. Frei und mutig sein.

 

julia

 

 

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