Tarifa

Ich habe mir heute Abend ein paar Kerzen und die neue Lichterkette an gemacht und fühle mich selbst nach diesem langen Arbeitstag sehr motiviert, euch von den letzten drei Wochen Urlaub zu berichten.

Generell ist meine Motivation noch nicht vergangen, meine Energie, die am Jahresanfang da war, lebt immer noch und ist in der Zeit, von der ich euch heute endlich berichte noch mehr geworden.

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Mein Freund und ich sind am 11.01. nach Tarifa gereist. Das ist der südlichste Punkt Europas auf Festland und irgendwie auch der Windigste. Lauter Surfer und vor allem Kite-Surfer machen sich in den Sommermonaten dort breit, was ganz schön nervig sein kann, weshalb wir die perfekte Zeit erwischt haben. Nicht nur weil der Januar dann völlig leer gefegt ist, sondern auch, weil wir zweieinhalb Wochen lang hauptsächlich 20 Grad hatten.

Wir haben gehört, nach unserer Abreise gab es erstmal nur Regen… 

Es war nicht das erste Mal für mich, dass ich Tarifa besucht habe. Vor eineinhalb Jahren startete ich eine Europareise mit einer Freundin. Wir sind mit dem Rucksack und per Anhalter gereist und Tarifa war die Endstation. Dort hat es uns ungefähr 5 Monate gehalten, oder waren es sechs? 

Damals habe ich dort tolle Freunde kennen gelernt, die mein Freund und ich diesmal besucht haben. Einen Unterschied gab es allerdings: wir haben im Hotel geschlafen, anstatt mit Zelt und Schlafsack auf dem Pigfield. 

Das Pigfield ist der große Platz, auf dem man die ganzen Hippies findet, die in ihren Vans leben. Dazu gehören auch die Leute, die wir dort besucht haben. 

Solltet ihr durch einen Zufall mal in Tarifa sein, dann checkt den Ort auf jeden Fall ab!

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Nachdem wir drei Tage lang in einem Hostel geschlafen haben und jeden Tag shoppen waren, zogen wir um in ein Hotel in Richtung Punta Paloma. Dort gibt es einen unglaublichen Ausblick auf Marokko und man könnte es schon fast als kleine Wüste beschreiben.

An Punta Paloma vorbei gibt es ein kleines Dorf, von dem ich noch immer nicht den Namen kenne. Man könnte meinen, dort wäre die Zeit stehen geblieben. Wir tranken dort in einem Restaurant, bei dem die Speisekarte aus Kaffee, Bier, Fisch und Krake bestand, ein Estrella und ich aß meinen letzten Fisch (dazu bald mehr), der frisch – und ich meine wirklich frisch – gefangen war. Als wir dort saßen, kam der Sohn des Besitzers mit der Harpune vom Meer zurück. So frisch war der Fisch.

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Oftmals verbrachten wir Tage nur am Strand. Einmal spazierten wir etwa drei Kilometer am Strand entlang. Ein anderes mal sahen wir einen riesigen Krebs unter einem Schlauchboot. Ein kleiner Krebs hatte sich auch im Sand versteckt und Tag für Tag sammelten wir Muscheln und oh mann, ich werde diese Tage nie vergessen, an denen es nicht darum ging, viel zu erleben, sondern einfach nur zu leben.

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Die restliche Zeit verbrachten wir in der Sonne auf der Terrasse im Hotel oder in gemütlichen Strandcafés, genossen die Zeit, um einfach ein bisschen Vitamin D und Inspiration zu tanken.

Es ist unfassbar, wie ein paar Sonnenstrahlen mich jedes Mal nach oben treiben. Geht es euch auch so?

Die Zeit in Tarifa war für mich als Abwechslung mal wieder nötig, um mein Fernweh zu stillen und die Reserven aufzubessern. Ich habe seitdem viele neue Ideen und kann es kaum erwarten, das alles mit euch zu teilen!

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Man sagt, Tarifa wäre magisch. Einige Leute dort erzählen dir Geschichten davon, dass sie nicht mehr heraus gefunden haben, es nicht mehr verlassen konnten.

Auch, wenn das Spinnereien sind (mh, oder vielleicht gibt es doch Magie?), kann ich das soooo nachvollziehen. Dieser Ort hat so viele Geheimnisse, versteckte Orte, lebensfrohe Menschen, alles fühlt sich schöner, freier und offener an.

Möchtest du den ganzen Tag barfuß laufen, kannst du das tun. Möchtest du den ganzen Tag in der Sonne liegen, am Strand und ein Buch lesen, dann kannst du das tun und wenn du Mittagsschläfchen hältst, interessiert das keinen, denn eine gute Siesta hat noch niemandem geschadet.

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Wenn wir mal ehrlich sind, brauchen wir alle ab und zu eine Auszeit. Ich habe für mich beschlossen, dass ich mir diese Auszeiten im neuen Jahr nicht unbedingt nur holen möchte, indem ich in den Süden fliege. Ich möchte dieses Jahr lernen, wie ich mir meine Auszeit zu Hause hole. Wie ich diese Energie daheim tanke, mit verschiedenen Techniken. Ich möchte mich selbst zu mehr Dingen inspirieren.

Denn dieser Urlaub war für mich pure Inspiration. Und ich weiß, dass auch dieses Jahr Tiefs haben wird, die ich aber mit dieser Inspiration überwinden möchte. Ich möchte neue Orte entdecken, mehr aus meiner Zeit machen und nicht an einem einzigen Tag darauf warten, dass er vorbei geht.

Ja, es könnte daran liegen, dass einen das Hippie-Fieber packt, wenn man einmal dort ist, aber ich möchte es wenigstens nutzen, solange es mich heimsucht .

Auf Tarifa. Bis bald!

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